Noch ein paar Infos zum Schluss

Wir wollen noch einmal ein paar Sachen hinzufuegen, erklaeren und loswerden.

Auf Anfrage schreiben wir nun erst einmal etwas ueber die Traeger am Kilimanjaro. Die muessen bis zu 20 – 25 Kilo Gepaeck der Besucher + ihr eigenes den Berg hinaufschleppen und bekommen dafuer ca 60 000 Tsh (etwa 30 Euro) pro Tour. Eine Tour dauert zwischen 5 – 7 Tagen. Sie tragen zum Teil nur einfach Turnschuhe, weil sie sich Wanderschuhe nicht leisten koennen und keiner von ihnen hat eine wirkliche Ausruestung oder passende Kleidung. Sie muessen bis zum letzten Lager mitkommen, wo es sicher unter Null Grad sind. Die Strecke bis zum Gipfel laufen dann nur der Guide, ein Assistent Guide und die Besucher. An der Spitze sind es etwa -20 Grad. Manchmal verschenken die Besucher nach dem Besteigen ihre Klamotten und oder Schuhe, worauf sich die Traeger meist stuerzen und sehr freuen. Viele Traeger sind einfach Leute, die den Job nur machen, weil sie damit von der Strasse wegkommen. Ausserdem muss man sagen, dass vorallem die Traeger am Kili vom Trinkgeld leben und dieses auch ganz klar erwarten. Der ungefaere Preis sind ca. 30 000 Tsh pro Traeger. Es gibt verschiedene Routen auf den Berg, nur eine einzige mit Huetten, das ist die billigste, weil dort weniger Traeger gebraucht werden, da sie keine Zelte fuer die Besucher schleppen muessen. Pro Gruppe (etwa 4 Leute) kommen auf der Huetten Route 9, auf den anderen mind. 11 Traeger. Der Guide bekommt etwa 200 $ pro Tour und wenn er gut ist, schafft er 4 Touren im Monat, wobei die Hauptseason natuerlich jetzt von Juni bis September ist, wenn hier Winter ist.

Vielleicht noch ein paar Worte zum Thema Schule. Die Grundschule (Primary School) geht von Klasse 1 – 7 und dann kommt die Secondary School von Klasse 8 – 11. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, dass man auch noch 12 und 13 Jahre machen kann. Die Schulen kosten alle Geld, wobei die Kinder Stifte und Hefte selber kaufen muessen. Ausserdem hat jede Schule Schuluniform, im Raum Moshi hat die Grundschule Blau und Weiss, die Oberschule Gruen und Weiss und zum Teil Braun. Man muss auch dazu sagen, dass viele nur die Grundschule absolvieren, aber es auch Leute gibt, die spaeter noch die Oberschule nachholen, wie es ja z.B. Agatha macht. Auch die aeltesten Maedchen bei Lekey gehen in die Secondary extra fuer erwachsene.
In der Secondary School, aber auch in den besser bezahlten Grundschulen werden alle Faecher auf English unterrichtet, wobei es im Moment eine Bewegung gibt, die fuer Swahili in der Oberstufe eintritt. Swahili soll, so der Direktor der Schule in Mdawi, die 6 meistgesprochene Sprache der Welt sein, da viele nach Dar es Salam in die Uni kommen und die Sprache dann weiter verwenden. Ausserdem wird in mind. 5 – 6 Laendern hier an der Ostkueste diese Sprache gesprochen, darunter Tansania und Kenia.

Heute und morgen:

Heute sind wir eine Weile durch Stonetown gelaufen und haben einige der Atraktionen hier gesehen. Da waeren z.B. der Alte Sklavenmarkt, die Anglikanische Kirche und die alten Baeder. Heute Abend wollen wir noch einmal nach einer Cocktailbar suchen und den Sonnenuntergang diesmal auf einer Dachterasse bewundern. Ausserdem haben wir fuer morgen noch eine kleine Tour gebucht, da wir die Delphin Tour ja nicht gemacht haben. Morgen geht es gegen 9.30 Uhr mit dem Boot nach Prison Island, wo ein altes britisches Gefaengnis steht und es riesige Schildkroeten geben soll, die bis zu 400 Jahre alt werden. Wir sind darauf sehr gespannt, vielleicht schaffen wir es ja noch, ein paar Bilder zu posten.
Dann fahren wir mit der Faehre wieder zurueck nach Dar es Salam, wo wir ins Hostel gehen, etwas schlafen und gegen 2.00 – 2.30 mit dem Taxi zum Flughafen fahren, da unser Flug um 5.00 Uhr morgens geht.

Zurueck nach Stone Town

Um kurz vor halb 5 klingelte der Wecker, doch weil ich mal wieder Probleme mit dem Magen hatte und Ella noch sehr muede war, liessen wir die Tour sein und genossen stattdessen den mit Besten Sonnenaufgang direkt am Strand. In der Beach Bar hatten wir dann auch das Beste Fruehstueck hier in Tansania, wobei wir die geniale Aussicht auf das tuerkise Meer, des weissen Sand unter den Fuessen und die aufgehende Sonne hatten. Unser Taxi hatten wir fuer 14.00 Uhr bestellt, doch wir mussten schon um 10.00 das Zimmer verlassen und so beschlossen wir, den Dalla Dalla zu nehmen, um schon frueher in Stone Town zu sein. Dieser kam dann endlich, nach langem Warten, gegen 13.15 und wir stiegen ein. Auf der Strecke gibt es drei Checkpoints, die wir schon auf der Hinfahrt passiert hatten, beim ersten davon wurde unser Dalla Dalla zur Seite gewinkt und ich sollte aussteigen. Irgendwer hatte dem Taxifahrer Bescheid gesagt, dass wir den Dalla Dalla genommen hatten, da wir keine Nummer von ihm hatten, konnten wir ihn nicht kontaktieren. Wir stiegen ins Taxi und er fuhr, diesmal mit 100 km/h Richtung Stone Town. Wir hatten etwas schiss, dass er sauer sei, aber da wir ihm die Situation erklaert hatten, schien alles ok. Er setzte uns jedenfalls gut gelaunt vor dem Flamingo Guest House in Stone Town ab und wir bezogen unser Zimmer. Nach einem kurzen Gang ins Internetcafe, in dem leider unser Blog nicht funktionierte, ging es zum Abendbrot in die Forodhani Gaerten. Am Wasser genossen wir einen wundervollen Sonnenuntergang, die Sonne versank fast direkt vor uns im Meer und hinter uns begannen die Strassenhaendler schon ihre Staende aufzubauen. Es war einfach beeindruckend. Zwischen dampfenden und rauchenden Staenden, erleuchtet von kleinen Petroleum Lampen konnte man von Fisch und Fleischspiessen, ueber Sansibarpizza bis hin zu frisch gerpesstem Zuckerrohrsaft und Obst alles kaufen. Wir verzaehrten die Sansibarpizza, einmal mit Fleisch und einmal Schoko-Banane, etwas Fisch, Samosa (gefuellte Teigtaschen), Salat und Brot.
Mit einem Tuktuk (eine Art Mofa mit Uberdachung, vielleicht kann man sich das in etwa so wie bei uns die Fahrradtaxis vorstellen, halt bloss mit Mofa) ging es zur einzigen Cocktailbar auf Sansibar, wir mussten leider fetsstellen, dass sie wie fast alles auf dieser Insel wegen Ramadan geschlossen war. Wir liefen zu unserem nah gelegenen Hostel und genossen auf der Dachterasse noch einen tollen Blick ueber die Stadt.

Jambiani, das wohl tuerkiseste Wasser der Welt

Montag morgen sind wir wieder frueh aufgestanden, weil wir um 6.30 bei der Faehre sein sollten. Wir verliessen das Hotel und es war noch dunkel, so beschlossen wir wieder ein Taxi zu nehmen. Der erste Taxifahrer wollte 3000 Tsh, doch wir wollten nicht mehr als 2000 Tsh ausgeben, so nahmen wir den naechsten, der sich auf den Preis einlies. Bei der Faehre warteten wir noch etwa eine 3/4 Stunde in einer Wartehalle, wo wir auf einem Flatscreen einen Sportsender sahen.
Die 1 1/2 Stunden auf der Faehre verbrachten wir an die Reling gelehnt neben einer Gruppe von Hollaendern. Waehrend es mit schnellem Tempo Richtung Sansibar ging, spritze uns das Meerwasser ins Gesicht.
Als wir die Insel erreichten, war das Wetter leider nicht zu gut und so sah die Insel nicht so glanzvoll aus, wie man es oft auf Fotos sieht. Nachdem wir eine Art Immigration Kontrolle hinter uns hatten, man musste mal wieder einen Zettel mit Name, Passnr. etc ausfuellen, wurde uns eine Liste fuer Taxipreise vorgelegt. Die Fahrt sollte 70000 Tsh oder 40 $ kosten, die Oesterreicher, die uns Jambiani empfohlen hatten, meinten 25.000 Tsh. Wir verliessen den Hafen und wurden von mind. 20 Leuten bestuermt, die uns alle ein Taxi anboten, auf uns einredeten und alle erzaehlten, dass der andere ein Betrueger sei. Wir fanden schliesslich einen Taxifahrer, der uns fuer 25.000 Tsh nach Jambiani, also von Sansibartown (Westkueste) an die Ostkueste bringen wollte. Mit etwa 80 km/h ging es dorthin.
Wir erreichten Jambiani und wir kamen aus dem Staunen kaum noch heraus. Wir hatten noch nie zuvor solch ein tuerkises Meer gesehen, weisser Sand und Palmen ueberall. Wir checkten im Kimte Beach Inn ein, auch auf Empfehlung der Oesterreicher von der Safari. Wir bekamen das letzte und billigste Zimmer fuer 30 $. Man muss dazu sagen, dass Jambiani und auch Sansibar im Allgemeinen einfach teurer als das Festland ist.
Nachdem wir ein bisschen geschwommen und viele viele Fotos gemacht hatten, bemerkten wir, dass wir uns einen starken Sonnenbrand zugezogen hatten, wir leiden jetzt immer noch an den Folgen :)
Das Kimbte Beach Inn besitzt eine Beach Bar direkt am Strand, auf dem weissen Sand, von wo aus man das Wasser in zwei Meter Enfernung geniesen kann. Dort rundeten wir den Abend wieder mit ein paar Cocktails ab, die wir in Gesellschaft eines Italienischen Paerchens genossen. Gegen 22.00 Uhr ging es dann ins Bett, weil wir am naechsten Tag eine Delphin Tour unternehmen wollten, wofuer wir mal wieder um 5.30 aufstehen mussten.

Busfahrt und verpasste Faehre

Am Morgen sind wir gegen 5.15 aufgestanden und dann gegen 6.00 Uhr runter um das Hotel zu verlassen, da das Tor aber verschlossen war, mussten wir zusammen mit zwei Englaenderinen noch ein paar Minuten warten, bis jemand kam. Wir nahmen dann doch ein Taxi, obwohl wir die Strecke geplant hatten zu Fuss zu laufen, zum Busbahnhof. Nach dem uns ein paar Leute Tickets andrehen wollten, kapierten bald alle, das wir schon welche hatten. Wir genosse den Sonnenaufgang und warteten auf den um 6.15 eintreffenden Sai Baba Express, der jedoch auch um 6.30 noch nicht da war. Als wir uns erkundigten, sagte man uns, er sei ausgefallen und man setzte uns in einen anderen Bus, so ist das. Die Busfahrt war ok, der Bus auch, leider hielt er mehrmals etwas laenger und wir gerieten in Dar es Sallam in einen Stau, die Faehre war also weg. Wir nahmen ein Taxi zum Hafen, kauften die Tickets fuer den naechsten Tag und fuhren ins Hotel. Auf der Suche nach Essen mussten wir dann leider feststellen, das wegen Sonntag und Ramadan alles zu hatte und nur noch ein Burgerladen hatte offen, wo wir dann zu recht hohen Preisen jeder einen Burger assen.

Die beiden letzten Tage in Moshi

So da sind wir endlich wieder, wir hatten leider in Jambiani (spaeter mehr dazu) kein Internet.
Am Freitag den 13.08. sind wir nach dem Internetcafe noch ins Watering Hole Restaurant, ein Geheimtipp der Hollaender und es war super toll. Es gab richtig gutes Essen und das zu recht guten Preisen, in einer am Fluss gebauten Bar. Der Besitzer, ein weisser in Moshi geborener Mann, war sehr freundlich und wir unterhielten uns eine Weile mit ihm, waehrend wir die tolle Atmosphaere genossen. Doch nun noch etwas zum Weg dorthin. Wir haben ein Taxi genommen, der Fahrer nickte, als wir ihm das Restaurant nannten und fuhr los. Unterwegs drueckte er mir sein Handy in die Hand und ich sollte jemandem der English sprach erklaeren, wo wir hinwollten. Er fuhr also weiter und bog, ohne das wir irgendwo ein Schild gesehen hatten, in eine Seitenstrasse ab, die links und rechts von einer hohen Mauer begraezt wurde. Uns wurde etwas mulmig, als das Taxi dann vor einer Holztuer ohne jegliche Aufschrift hielt, doch das entpuppte sich dann als das super Restaurant. Nebenan befindet sich eine Hotelschule, erbaut vom damaligen deutschen Botschafter, die jedoch fuer ein Doppelzimmer 50 $ haben wollten. Im Gespraech mit dem Besitzer, mit deutschen Wurzeln und seiner Frau, die spanish und suedamerikanische Wurzeln hat, erfuhren wir, dass es keine Schilder gibt, um den Ort vor Dieben geheimzuhalten und ihn nur durch Mundpropaganda zu empfehlen. Das Restaurant gibt es nun schon seit fast 3 Jahren und die besten Kunden sind Tansanier, so der Besitzer.

Am naechsten Tag, packten wir am Morgen die Rucksaecke und verabschiedeten uns von allen. Wir verteilten Bonbons, Luftballons und Lollies und alle kamen angerant um etwas zu ergattern. Was aber schade war, dass einige Kinder nicht da waren, zum Teil in der Schule oder bei ihren Eltern und so hinterliessen wir einiges bei Agatha und wir haben ihr auch einige Klamotten von uns gegeben. Das Taxi kam dann gegen 3.00 Uhr und brachte uns ins Baffelo Hotel in Moshi. Nach dem wir uns frisch gemacht hatten, ging es dann ins gegenueberliegende Indoitalien Restaurant, ich ass italienisch, Ella indisch. Um den letzten Abend abzurunden und auch weil es uns so gefallen hatte, goennten wir uns noch einmal einige Stunden im Waterhole Restaurant, tranken richtig gute Cocktails und assen Bruchetta und Nuesse.